Ärger mit Düsseldorf-Logo für BBDO

Freitag, 30. November 2012
BBDO-Manager Lotze (l.), Bittermann (2.v.l.) und Bolk (r.) mit OB Elbers
BBDO-Manager Lotze (l.), Bittermann (2.v.l.) und Bolk (r.) mit OB Elbers

Das fängt nicht gut an: Die Agentur BBDO Proximity bekommt heftigen Gegenwind für das Logo, das sie für die Stadt Düsseldorf entwickelt hat. Das "lachende D", das die Omnicom-Tochter in Form eines Emoticons (Zeichenfolge, die ein Smiley nachbildet) am Montag zusammen mit Vertretern der Stadt präsentiert hat, sorgt für Wirbel. BBDO Proximity hatte offenbar übersehen, dass dieses Symbol auch schon an anderer Stelle zum Einsatz gekommen ist, unter anderem bei einer letztlich nicht geschalteten Imagekampagne für Dänemark. Nachdem sich bereits lokale Medien auf das Thema gestürzt hatten, berichtete heute auch das "Handelsblatt" und zitiert Grey-Chef Christian Hupertz, der mit der WPP-Tochter das Nachsehen im Pitch hatte: "Für eine Agentur ist so etwas der Super-Gau."

Plakatentwurf mit dem neuen Logo (Fotos: www.duesseldorf.de)
Plakatentwurf mit dem neuen Logo (Fotos: www.duesseldorf.de)
BBDO-Gruppenchef Frank Lotze betont auf Anfrage von HORIZONT.NET, dass man sehr wohl überprüft habe, ob die Marke ":-D" bereits im Städtemarketing eingesetzt beziehungsweise rechtlich geschützt wurde, und zwar weltweit. Dies sei nicht der Fall gewesen. Gleichzeitig stellt Lotze klar. "Wir haben das Emoticon nicht erfunden, sondern die Idee gehabt, es für die Kommunikation der Stadt Düsseldorf zu nutzen."

Dennoch ist die Sache für die Agentur peinlich. Bei der Auswertung der Wettbwerbsjahrbücher und Award-Websites, die in großen Agenturen in der Regel ohnehin stattfindet, hätte man auf die Arbeit für Dänemark stoßen können. Sie war beim ADC Global ausgezeichnet worden. BBDO Proximity hatte sich den Etat von Düsseldorf nach einer öffentlichen Ausschreibung gesichert. mam   
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