Aegis zieht gegen Danone vor das Berufungsgericht

Mittwoch, 14. Oktober 2009
In dem Prozess geht um Media-Rabatte, die Aegis für Danone ausgehandelt hat
In dem Prozess geht um Media-Rabatte, die Aegis für Danone ausgehandelt hat

Der Rechtsstreit zwischen dem Münchner Danone-Konzern und der Wiesbadener Mediaagentur-Gruppe Aegis Media geht in die nächste Runde. Am heutigen Mittwoch fand vor dem Berufungsgericht am Münchner Oberlandesgericht (OLG) die erste mündliche Verhandlung über die Offenlegung aller Rabatte statt, die die Aegis-Tochter Carat in den Jahren 2003 bis 2005 für Danone erzielt hat. Die Auskunftspflicht war im April vom Münchner Landgericht I in einem Teilurteil verfügt worden, wogegen Aegis Media Berufung einlegte. Einem Firmenanwalt von Aegis zufolge sei die heutige mündliche Verhandlung vor dem siebten Zivilsenat am OLG München sehr positiv für seinen Mandanten verlaufen. Da Aegis vor einigen Tagen einen weiteren Schriftsatz eingereicht hat, hat Danone nun die Gelegenheit, darauf zu reagieren.

Am 23. Dezember wird der Zivilsenat seine Entscheidung bekanntgeben, wie es in diesem Berufungsverfahren weitergehen soll. Unter Umständen werden weitere Unterlagen angefordert oder eine zweite mündliche Verhandlung angesetzt. Einen vorzeitigen Vergleich zwischen den beiden Parteien hält der Aegis-Anwalt jedoch für nahezu ausgeschlossen, da deren Positionen zu weit auseinanderlägen.

Unabhängig von dem aktuellen Berufungsverfahren ist der weitere Antrag von Danone auf die Zahlung von Vertragsstrafen noch immer am Münchner Landgericht anhängig. Danone fordert von der Agentur eine siebenstellige Konventionalstrafe wegen Nichteinhaltung von vertraglich vereinbarten Rabatten. Aegis Media wiederum hat Gegenklage erhoben und fordert von Danone die Begleichung von nicht bezahlten Mediarechnungen in Höhe von sechs Millionen Euro. ejej
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