Aegis-Übernahme durch Dentsu unter Dach und Fach

Dienstag, 26. März 2013
Dentsu-President und CEO Tadashi Ishii und Jerry Buhlmann, neuer CEO von Dentsu Aegis Network
Dentsu-President und CEO Tadashi Ishii und Jerry Buhlmann, neuer CEO von Dentsu Aegis Network

Endlich können sie Vollzug melden: Seit heute gehört die Londoner Aegis Group mit Brief und Siegel der japanischen Agenturgruppe Dentsu. Damit endet eine überaus freundliche Übernahme, die im vergangenen Juli bekannt gegeben wurde und den Aegis-Aktionären vier Milliarden Euro in die Kassen spülen wird. Die finale Vertragsunterzeichnung musste immer wieder verschoben werden, da seit Monaten nur noch die Zustimmung der chinesischen Kartellbehörden ausstand. Doch auch diese letzte formale Hürde ist nun genommen, so dass der größte Agentur-Deal aller Zeiten beendet ist. Laut eigenen Angaben verfügt die neu formierte Agenturgruppe nunmehr über Niederlassungen in 110 Ländern und hat weltweit mehr als 36000 Mitarbeiter.

Wie das Unternehmen mitteilt, sollen die fünf Agenturmarken der Aegis Group, wozu die beiden Medianetzwerke Carat und Vizeum, die Digitalagentur iProspect, das Kreativnetwork Isobar und der OOH-Spezialist Posterscope gehören, ihre Geschäfte wie bislang unter dem Dach von Aegis Media innerhalb der Dentsu-Gruppe fortführen. Außerdem wurde heute bekanntgegeben, dass ein sogenanntes Dentsu Aegis Network mit Hauptsitz in London gegründet wurde. In dieser global operierenden Unit werden alle Einheiten des Dentsu Networks außerhalb des japanischen Stammgeschäfts und die weltweiten Operationen von Aegis Media zusammengefasst.

Geführt wird das Dentsu Aegis Network von Tim Andree, Senior Vice President von Dentsu und CEO von Dentsu Network, der nun Executive Chairman der neu formierten Gruppe ist. Sowie von Jerry Buhlmann, der CEO von Aegis Media bleibt und zum CEO des Dentsu Aegis Network ernannt wurde. Dessen internationales Management-Board besteht aus Top-Managern von beiden Agenturgruppen. Sie haben offensichtlich schon einen Actionplan entworfen, der die Umsatzstrukturen und die Wettbewerbsvorteile, die sich aus dem Zusammenschluss ergeben, verstärken soll. ejej
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