Adidas und Heimat gehen mit Handball-Bundestrainer Heiner Brand auf Jobsuche

Mittwoch, 20. April 2011
Micoach funktioniert wie ein digitaler Personaltrainer
Micoach funktioniert wie ein digitaler Personaltrainer


Endet so die erfolgreiche Karriere von Heiner Brand? Glaubt man einem auf Youtube kursierenden Spot, so scheinen dem Handball-Nationalcoach mit dem markanten Schnauzer schwierige Zeiten bevorzustehen: Im Video sitzt Brand bei der Bundesagentur für Arbeit und sucht nach einem neuen Job. Hinter diesem ungewöhnlichen Auftritt verbirgt sich eine Viralkampagne von Adidas, mit der der Sportartikler seinen digitalen Fitnesstrainer Micoach bewirbt.
Im Video geht eine Arbeitsamt-Angestellte die Bewerbungsunterlagen von Brand durch. Obwohl dieser durchaus optimistisch ist, einen neuen Job als Trainer zu bekommen - ("Ich bin bisher immer noch davon ausgegangen, dass es eine Möglichkeit gibt, dass ich da einen guten Job kriege") - scheint bei der Mitarbeiterin der Pessimismus zu überwiegen: "Wie wäre es mit Reiseleiter? Man kann nicht immer von der alten Suppe löffeln, Herr Brand!" Mit seinem Auftritt für die Herzogenauracher beweist Brand eine ordentliche Portion Selbstironie. Denn möglicherweise legt er bereits zum Sommer sein Amt als Nationaltrainer nieder - und wäre dann auf dem Arbeitsmarkt wieder verfügbar.

Die Kreation der Viralkampagne, mit der Adidas die Bekanntheit seines Produkts steigern will, stammt von Heimat. Die Berliner Agentur hatte den Projektetat zuvor in einem Pitch gewonnen. Die Produktion übernahm Trigger Happy, ebenfalls Berlin (Regie: Niklas Weise). Micoach funktioniert wie ein digitaler Personaltrainer, der individuelle Trainingspläne erstellt und in Echtzeit Tipps für optimales Training anbietet.

Es ist der erste Solo-Auftritt von Brand für die Marke. Neben ihm will Adidas, Ausrüster des Deutschen Handball Bundes, noch andere Spots mit weiteren Trainerinnen und Trainern herausbringen. Welche das sein werden, verrät der Konzern allerdings noch nicht. jm
Meist gelesen
stats