Abresch stellt Insolvenzantrag

Donnerstag, 03. Februar 2005
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Wendelin Abresch Insolvenzantrag Montabaur Insolvenz


Bittere Pille für die renommierte mittelständische Agentur Abresch Kommunikation in Montabaur: Anfang der Woche musste der Geschäftsführende Gesellschafter Wendelin Abresch einen Insolvenzantrag stellen. Nach zwei verlustreichen Jahren fehlt der 1979 gegründeten Agentur das Kapital, um das Geschäft aus eigener Kraft fortsetzen zu können. Abresch war wegen Etatkürzungen und -verschiebungen bestehender Kunden, vor allem aber wegen Problemen im Geschäftsbereich "Kooperatives Messemarketing" in die roten Zahlen geraten. Hier ist die Agentur mit eigenen Investitionen in Vorlage gegangen, die nun wegen eines "überraschenden erdrutschartigen Ausstellerrückgangs" nicht refinanziert werden können", so Abresch.

Das Messegeschäft trägt rund 30 Prozent zum zuletzt gemeldeten Gross Income von rund 3 Millionen Euro bei. Von einer Insolvenz der Agentur wären rund 40 Mitarbeiter betroffen. Sie werden in den kommenden drei Monate von der Insolvenzverwaltung bezahlt. In dieser Zeit soll versucht werden, das Kerngeschäft zu sanieren und eine Auffanglösung in einer neuen Gesellschaft zu präsentieren. Auch eine Integration in eine andere Agentur ist nicht ausgeschlossen. Inhaber Abresch ist zuversichtlich, einen Ausweg zu finden. Er betont allerdings, dass er dabei "auf das Vertrauen der bestehenden Kunden" angewiesen ist. Welche das sind, möchte er aus Gründen des Wettbewerbs nicht verraten. mam
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