ADC will sich eine neue Führungsstruktur geben

Mittwoch, 27. Juli 2011
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Der Art Directors Club für Deutschland (ADC) will sich eine neue Struktur geben. Geplant ist, die Position des Geschäftsführers zu stärken und mit weitreichenden Kompetenzen auszustatten. Gleichzeitig soll sich der zwölfköpfige Vorstand aus dem operativen Geschäft zurückziehen und als Präsidium eher wie eine Art Aufsichtsrat agieren. "Der operative Teil des Clubs, das Büro, bekommt einen echten Chef. Eine starke Frau oder einen starken Mann mit weitgehenden Entscheidungsbefugnissen und weitgehender Verantwortung", schreiben die Vorstände in einer Mitgliederinformation. Die bisherige Geschäftsführerin Susann Schronen hatte den Verband Mitte Juli wegen unterschiedlicher Auffassungen über die künftige strategische Ausrichtung verlassen - so die offizielle Begründung. Wer ihre Nachfolge antreten wird, ist noch nicht geklärt.

Claus Fischer legt sein Mandat als Festival-Direktor nieder
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Der für den Umbau nötige Rahmen soll vom Vorstand (künftig: Präsidium) entwickelt werden. Der Vorschlag basiert auf den Ergebnissen einer Untersuchung des ADC, die der Unternehmensberater Martin Ramm erstellt hat. Auf Basis seiner Analyse hat ein vierköpfiges Gremium mit den Vorständen Jochen Rädeker, Lutz Nebelin, Stefan Scheer und Johannes Milla die jetzt vorgelegte Empfehlung erarbeitet. Die Mitglieder sollen auf der Jahreshauptversammlung dem Vorschlag für die neue Aufstellung zustimmen. Das Treffen findet traditionell im Spätherbst statt.

Unklar ist, wie die neue Struktur finanziert werden soll. Ein Stärkung der Geschäftsstelle dürfte zusätzliche finanzielle Mittel erfordern. Angesichts der angespannten Kassenlage des ADC ist es sicher kein leichtes Unterfangen, zusätzliche Gelder bereitszustellen. Der Verband verweist indes darauf, dass im abgelaufenen Geschäftsjahr (endete am 30. Juni) schwarze Zahlen geschrieben wurden - und zwar auch mit dem Kreativfestival in Frankfurt. "Wir haben ein spürbar positives Ergebnis", heißt es in der Mitgliederinformation. Umso erstaunlicher ist, dass Vorstandssprecher Rädeker zuletzt mehrfach erklärt hatte, der Verband mache mit dem Festival Verluste. Offenbar haben Nachverhandlungen mit Dienstleistern und Lieferanten zu einer nachträglichen Verbesserung des Ergebnisses geführt.

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Mehr zum geplanten Umbau beim ADC lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 30/2011 vom 28. Juli.

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Dennoch nimmt Festival-Direktor Claus Fischer seinen Hut. Er bleibt zwar weiterhin Vorstand der Frankfurter ADC-Sektion, legt aber sein Mandat als Verantwortlicher für die Organisation des Kreativfestivals nieder. mam
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