ADC vor Generationswechsel

Mittwoch, 11. März 1998

Am Wochenende steigt das Kreativ-Spektakel des Jahres, wenn sich Hunderte von Kreativen in Berlin zum ADC-Wettbewerb treffen. Neben der Frage, wer dieses Jahr die meisten Nägel in Gold, Silberund Bronze bekommen wird, beschäftigt die anstehende Wachablösung im Vorstand die ADC-Mitglieder. Denn spätestens Ende August wird auf der ADC-Jahreshauptversammlung ein Nachfolger für den scheidenden ADC-Vorstandssprecher Othmar Severin gewählt.
Ein Porträt von Othmar Severin gibt es unter http://www.horizont.net/topstories/; die Debatte über den ADC unter http://www.horizont.net/forum .
Offiziell hat sich allerdings bis dato noch keine potentieller Kandidat in der Öffentlichkeit geoutet, der - ausgestattet mit viel Zeit - die Zukunft des Kreativclubsmaßgeblich mitgestaltet und als Synonym für für einen Generationswechsel steht. Unter der Hand werden aber Namen wie Delle Krause (Ogilvy & Mather), Gerald Heinemann (Menzel Nolte Heinemann) und Reinhard Siemens (Büro für Werbung) genannt.
Einer steht für das Amt garantiert nicht zur Verfügung: der Münchner Regisseur Nikolai Karo. Er, der vor zwei Jahren als Querdenker dem ADC beigetretenist, hat dem Club jetzt wieder den Rücken gekehrt. Begründung: zuviel Klüngel, zuviel Machtpolitik.
Noch ein paar Zahlen und Fakten zum diesjährigen Wettbewerb: 130 Juroren haben 5317 eingereichte Arbeiten in zehn Jurys zu bewerten. Das sind 83 Arbeiten weniger als im Vorjahr. Eine Innovation ist, daß dieses Jahr erstmals Preise in der neuen Kategorie Musikkomposition und Sound-Design vergeben werden.
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