ADC nimmt Deutschen Agentur-Index von der Agenda

Freitag, 06. Februar 2009
Amir Kassaei muss seinen Deutschen Agentur-Index begraben
Amir Kassaei muss seinen Deutschen Agentur-Index begraben

Amir Kassaei muss seinen Deutschen Agentur-Index begraben. Der Art Directors Club für Deutschland hat beschlossen, die Idee nicht weiter zu verfolgen. Das Bestreben von Vorstandsprecher Kassaei, ein Ranking zu etablieren, bei dem Kreativität nur noch einer von zehn Faktoren für die Bewertung einer Agentur sein sollte, traf bei den Sektionsvorständen offenbar nicht auf einheitliche Zustimmung. Bereits in den vergangenen Wochen hatte die Branche über Sinn und Machbarkeit eines solchen Indexes diskutiert. Grundsätzlich hielten die Kreativen Kassaeis Vorhaben durchaus für sinnvoll - nicht zuletzt, um die immensen Ausgaben für Kreativwettbewerbe und Rankingpunkte, die in den vergangenen Jahren ein absurdes Maß angenommen hatten, zu drosseln. Der ADC sei jedoch nicht der richtige Absender. Auch Kassaeis Alleingang dürfte dafür gesorgt haben, dass viele seiner Kollegen das Vorhaben nicht unterstützen wolten.  

Das Thema Relevanz, das sich der ADC seit der Wahl Kassaeis zum Vorstandssprecher im Herbst 2008 auf die Fahne schreibt, soll dagegen weiter diskutiert werden. Unter anderem während des diesjährigen ADC-Festivals Ende April in Berlin soll die Definition von Kreativität und ihre Relevanz für Kommunikation unter den Mitgliedern zur Diskussion gestellt werden. jf
Meist gelesen
stats