ADC führt Jury-Wahlverfahren wieder ein

Montag, 24. Oktober 2005
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Mit einigen konkreten Beschlüssen und Neuerungen endete die ADC Jahreshauptversammlung vergangenen Samstag in München. Unter anderem wurde dem Antrag stattgegeben, das in diesem Jahr eingeführte Jury-Losverfahren wieder aufzugeben und zum Wahlverfahren zurückzukehren. In Ergänzung dazu können in sieben Fachjurys künftig Experten gesetzt werden. Dies gilt für die Kategorien Dialogmarketing, Kommunikation im Raum, Events, Digitale Medien, Design, Editorial und Printkommunikation. Neu ist außerdem, dass die Anzahl der Mitglieder pro Jury von 13 auf bis zu 17 erhöht wurde. Insgesamt wird es 20 verschiedene Jurys geben, was einer Anzahl von bis zu 340 Juroren entspricht. Ein weiteres Novum, das während der Hauptversammlung beschlossen wurde, ist die Wiedereinführung des Grand Prix. Viele Jahre lang gab es beim ADC nur Gold, Silber, Bronze sowie Auszeichnungen. Künftig können sich die Juroren für einen Best-of-Show-Award entscheiden, sofern sich eine Arbeit über alle Kategorien hinweg besonders herausragend ist.

Darüber hinaus haben sich die ADC-Mitglieder darauf geeinigt, die Kriterien für den Kunden und das Ehrenmitglied des Jahres künftig präziser zu definieren, um unpassenden Nominierungen vorzubeugen. Außerdem kann es neben diesen beiden Auszeichnungen ab dem kommenden Jahr auch einen weiteren Preis für das Lebenswerk einer Persönlichkeit aus der Industrie oder der kreativen Szene geben. In diesem Jahr werden der Kunde des Jahres, Puma-Chef Jochen Zeitz, und das Ehrenmitglied Kurt Weidemann erstmal im Rahmen der im Dezember stattfindenden Night of Honors geehrt. Diese Gala soll als exklusiver Event für Top-Entscheider aus der Industrie etabliert werden.

Dem viel diskutierten Fake-Thema wurde bei der Hauptversammlung relativ wenig Beachtung geschenkt. Beschlossen sei lediglich, dass es künftig keine anonymen Dublettenvorwürfe mehr geben soll. Ansonsten seien die Regularien des Wettbewerbs inzwischen so scharf und klar formuliert, dass die Diskussion darüber müßig sei. bu

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