ADC-Umfrage: Was Deutschlands Top-Kreative vom diesjährigen Festival erwarten

Montag, 10. Mai 2010
HORIZONT.NET hat 18 Kreative zum ADC 2010 befragt
HORIZONT.NET hat 18 Kreative zum ADC 2010 befragt

Am 12. Mai ist es endlich soweit. Dann fällt der Startschuss für das erste ADC-Festival in Frankfurt. Der Art Directors Club (ADC) hat die Messlatte hoch gelegt: Mehrere tausend Gäste werden beim Kreativgipfel in der Main-Metropole erwartet. HORIZONT.NET hat Deutschlands Top-Kreative gefragt, mit welchen Erwartungen sie nach Frankfurt reisen, auf was sie sich am meisten freuen und was sich der ADC im Jahr 2010 auf die Fahnen schreiben sollte.

Dörte Spengler-Ahrens, Jung von Matt

Wenn Relevanz das ADC-Schlagwort 2009 war, welches sollte sich der Kreativclub dieses Jahr auf die Fahnen schreiben?

Dörte Spengler-Ahrens
Dörte Spengler-Ahrens
Dörte Spengler-Ahrens:
Der ADC sollte in diesen Zeiten alles tun, um den "Wert der Idee" zu stärken und zu steigern. Damit ist nicht nur gemeint, dass in Krisenzeiten der Mut nachlässt und die starke Waffe Kreativität nicht so zum Einsatz kommt wie es sein müsste, gerade weil es die schlagkräftigste Waffe gegen die Krise ist. Sondern auch im Sinne des Wortes "Wertschätzung". Keine Qualität ist in der heutigen Wirtschaft so gefragt wie die der Kreativität. Und keine wird momentan so schlecht bezahlt.

Welche Erwartungen haben Sie an das Festival, den Wettbewerb, die Award Show und die Partys?

Dörte Spengler-Ahrens:
Ich freue mich auf die Juryarbeit, das Zusammentreffen mit Kollegen und das großartige Programm rundherum. Und möchte noch mal ausdrücklich zu den Stadtgesprächen einladen, allen voran das Interview mit Wladimir Klitschko, Paul Smith und Albert Speer.


Auf was freuen Sie sich angesichts des bevorstehenden langen ADC-Wochenendes am meisten?

Dörte Spengler-Ahrens:
Aufs Ausschlafen am Montag.

Am Freitag nach der eigentlichen Jurierung testen Mathias Jahn, Richard Jung, Guido Heffels und einige ADC-Kollegen ein alternatives Juryverfahren. Was halten Sie davon? Sollten diese Ergebnisse ebenfalls der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden?

Dörte Spengler-Ahrens:
Ich denke es ist eine gute Sache, diese Juryrevolution einmal "probeweise" durchzuführen, um aus den Ergebnissen zu lernen und Rückschlüsse für eine Optimierung der bestehenden Juryarbeit zu ziehen oder darüber hinaus.

Weiter mit Olaf Oldigs, Kolle Rebbe

Olaf Oldigs, Kolle Rebbe

Wenn Relevanz das ADC-Schlagwort 2009 war, welches sollte sich der Kreativclub dieses Jahr auf die Fahnen schreiben?

Olaf Oldigs
Olaf Oldigs
Olaf Oldigs:
Ich finde nicht, dass es schon wieder Zeit für ein neues Schlagwort ist. Relevanz ist noch nicht erreicht. Und Relevanz ist sehr erstrebenswert. Warum nicht einfach wieder RELEVANZ.

Welche Erwartungen haben Sie an das Festival, den Wettbewerb, die Award Show und die Partys?

Olaf Oldigs:
Ich vergleiche Frankfurt mit Sicherheit nicht permanent mit Berlin. Ich lass mich einfach mal überraschen. 

Auf was freuen Sie sich angesichts des bevorstehenden langen ADC-Wochenendes am meisten?

Olaf Oldigs: Die Klassentreffen-Stimmung der Jurytage.

Am Freitag nach der eigentlichen Jurierung testen Mathias Jahn, Richard Jung, Guido Heffels und einige ADC-Kollegen ein alternatives Juryverfahren. Was halten Sie davon? Sollten diese Ergebnisse ebenfalls der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden?

Olaf Oldigs:
Das ist viel Arbeit und das Ergebnis wird hochspannend. Natürlich sollte man das veröffentlichen. Was denn sonst? Verbieten, weil es eventuell besser ist? Das ist die einmalige Chance, in einer klinischen Studie Erkenntnisse für ein besseres Jurierungssystem zu gewinnen. Oder eben auch nicht. 

Weiter mit Stefan Schulte, DDB

Stefan Schulte, DDB

Wenn Relevanz das ADC-Schlagwort 2009 war, welches sollte sich der Kreativclub dieses Jahr auf die Fahnen schreiben?

Stefan Schulte
Stefan Schulte
Stefan Schulte:
Die besten Ideen finden und auszeichnen.

Welche Erwartungen haben Sie an das Festival, den Wettbewerb, die Award Show und die Partys?

Stefan Schulte:
Beim Festival hoffe ich auf kreative Ideen und spannende, tolle Arbeiten, beim Wettbewerb auf Diskussionen und Austausch. Die Award-Show sollte Spannung und glückliche Gewinner bieten. Und was die Partys angeht, hoffe ich auf gute Musik, gute Drinks und einen guten Morgen danach.

Auf was freuen Sie sich angesichts des bevorstehenden langen ADC-Wochenendes am meisten?

Stefan Schulte:
Auf alles, was ich eben genannt habe.

Am Freitag nach der eigentlichen Jurierung testen Mathias Jahn, Richard Jung, Guido Heffels und einige ADC-Kollegen ein alternatives Juryverfahren. Was halten Sie davon? Sollten diese Ergebnisse ebenfalls der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden?

Stefan Schulte:
Ja, auf jeden Fall. Ich finde die Idee, das Bewertungsverfahren zu überdenken, sehr gut und es wird sicher einen positiven Abstrahleffekt für den ADC haben, wenn die so gekürten Arbeiten auch veröffentlicht werden. Es ist nicht selbstverständlich, dass eine etablierte Institution wie der ADC sich intensiv mit den eigenen Strukturen beschäftigt, um diese zu optimieren.

Weiter mit Constantin Kaloff, Freelancer

Constantin Kaloff, Freelancer

Wenn Relevanz das ADC-Schlagwort 2009 war, welches sollte sich der Kreativclub dieses Jahr auf die Fahnen schreiben?

Constantin Kaloff
Constantin Kaloff
Constantin Kaloff: Es bleibt bei Relevanz. Das ist wirklich das Gebot der Stunde und etwas, das man gar nicht genug diskutieren kann. Wir müssen viel inhaltlicher diskutieren als früher. Die Verbraucher nehmen irrelevante Werbung doch gar nicht mehr war. Jetzt ist die Stunde der Produkte, die Relevanz liefern.

Welche Erwartungen haben Sie an das Festival, den Wettbewerb, die Award Show und die Partys?

Constantin Kaloff:
Frankfurt hat die Chance zu überraschen. Deshalb bin ich gespannt. Auch um eventuelle persönliche Vorurteile, die ich der Stadt gegenüber habe, zu entkräften. Toll und interessant finde ich, dass auch andere Menschen angesprochen werden sollen. Aber ganz grundsätzlich glaube ich, dass es eine schwierige Zeit ist für so ein Festival.

Auf was freuen Sie sich angesichts des bevorstehenden langen ADC-Wochenendes am meisten?

Constantin Kaloff:
Auf die 1-Euro-Party von Sizzer am Freitagabend im Tanzhaus West.

Weiter mit Werner Knopf, KNSK

Werner Knopf, KNSK

Wenn Relevanz das ADC-Schlagwort 2009 war, welches sollte sich der Kreativclub dieses Jahr auf die Fahnen schreiben?

Werner Knopf
Werner Knopf
Werner Knopf:
Der ADC steht für die Kreativität der deutschen Werbung. Und darauf sollte er sich auch beschränken. Schlagworte wie Relevanz sind nett, aber erst dann interessant, wenn die Werbung in Deutschland das Niveau der Fakes erreicht hat. Und bis dahin ist es noch ein langer Weg.

Welche Erwartungen haben Sie an das Festival, den Wettbewerb, die Award Show und die Partys?

Werner Knopf: Ich hoffe, dass der Wettbewerb fair abläuft, die Party dazu genutzt wird, dass sich die jungen Talente der unterschiedlichen Agenturen kennenlernen und viel Spaß bei der Party haben. Die Award Show wird sicher ein Knaller, dafür wird Britta Poetzsch schon sorgen.

Am Freitag nach der eigentlichen Jurierung testen Mathias Jahn, Richard Jung, Guido Heffels und einige ADC-Kollegen ein alternatives Juryverfahren. Was halten Sie davon? Sollten diese Ergebnisse ebenfalls der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden?

Werner Knopf:
Ja. Ich glaube, es ist Zeit für ein neues, objektives Jurierungsverfahren.

Weiter mit Arno Lindemann, Lukas Lindemann Rosinski

Arno Lindemann, Lukas Lindemann Rosinski

Wenn Relevanz das ADC-Schlagwort 2009 war, welches sollte sich der Kreativclub dieses Jahr auf die Fahnen schreiben?

Arno Lindemann
Arno Lindemann
Arno Lindemann: Inspiration. Ich finde, bei allem, was wir so unbedingt richtig und wichtig machen, müssen wir wieder mehr begeistern, inspirieren und rumspinnen.  Dass wir dabei relevant sein müssen, ist zwingend und muss nicht mehr extra betont werden. Wenn wir es nicht sind, wird es eh kein Erfolg!

Welche Erwartungen haben Sie an das Festival, den Wettbewerb, die Award Show und die Partys?

Arno Lindemann:
Beim Festival freue ich mich über jeden interessanten, inspirierenden "Speaker". Beim Wettbewerb bin gespannt, ob man bei den vielen Juries und Kategoiren den Überblick behält. Zur Award-Show: Frankfurt strengt sich ja sehr an und die wird bestimmt gut. Und was die Party angeht: Wir müssen da ja auch unter anderem auflegen, und das wird bestimmt lustig.

Auf was freuen Sie sich angesichts des bevorstehenden langen ADC-Wochenendes am meisten?

Arno Lindemann:
Wirklich auf überraschende, neue Arbeiten, die hoffentlich viele Kunden ermutigen werden.

Am Freitag nach der eigentlichen Jurierung testen Guido Heffels und einige ADC-Kollegen ein alternatives Juryverfahren. Was halten Sie davon? Sollten diese Ergebnisse ebenfalls der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden?

Arno Lindemann:
Unbedingt. Jeder Versuch den ADC besser zu machen, muss versucht werden. Nicht reden, machen!

Weiter mit Christian Daul, Scholz & Volkmer

Christian Daul, Scholz & Volkmer

Wenn Relevanz das ADC-Schlagwort 2009 war, welches sollte sich der Kreativclub dieses Jahr auf die Fahnen schreiben?

Christian Daul
Christian Daul
Christian Daul: Der Club sollte sich vor allem nicht jedes Jahr etwas Neues auf die Fahne schreiben.

Welche Erwartungen haben Sie an das Festival, den Wettbewerb, die Award Show und die Partys?

Christian Daul:
Beim Festival erwarte ich echten Input, der anregt. Beim Wettbewerb Ergebnisse, die aufregen. Bei der Award Show das gelebte Goethe-Motto aus dem Fries der Alten Oper: Dem Wahren, Schoenen, Guten. Und bei den Partys, dass Frankfurt auch richtig rocken kann. 

Auf was freuen Sie sich angesichts des bevorstehenden langen ADC-Wochenendes am meisten?

Christian Daul:
Wochenende ist gut, wenn es am Dienstagsabend anfängt! Aber mal im Ernst: Dass meine Kondition hält. Und auf viele Wiedersehen mit Kollegen.

Am Freitag nach der eigentlichen Jurierung testen Mathias Jahn, Richard Jung, Guido Heffels und einige ADC-Kollegen ein alternatives Juryverfahren. Was halten Sie davon? Sollten diese Ergebnisse ebenfalls der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden?

Christian Daul:
  Ich finde die Sache gut. Es wäre schlimm, wenn Kreative nichts ausprobieren würden. Die Ergebnisse sollten wir aber erst mal selbst verarbeiten und nicht gleich als Facebook Content behandeln.

Weiter mit Heinrich Paravicini, Mutabor

Heinrich Paravicini, Mutabor

 Wenn Relevanz das ADC-Schlagwort 2009 war, welches sollte sich der Kreativclub dieses Jahr auf die Fahnen schreiben?

Heinrich Paravicini
Heinrich Paravicini
Heinrich Paravicini: Kreative Markenführung. Die Unternehmen sind mehr denn je gefragt,  sich kreativ auf die fraktale Mediennutzung der Menschen einzustellen. Man muss neu über Marken nachdenken - und wir Kreativen müssen hier die Lösungen anbieten.

Welche Erwartungen haben Sie an das Festival, den Wettbewerb, die Award Show und die Partys?

Heinrich Paravicini: Beim Festival hoffe ich auf rege Unterstützung und zahlreiche Besucher, denn das  Programm lohnt sich.  Vom Wettbewerb erhoffe ich mir Überraschungen statt erwartete Gewinner.

Auf was freuen Sie sich angesichts des bevorstehenden langen ADC-Wochenendes am meisten?

Heinrich Paravicini:
Auf den geistigen Input - ob bei der Jury oder den langen Nächten danach im Gespräch...  ;-)

Am Freitag nach der eigentlichen Jurierung testen Mathias Jahn, Richard Jung, Guido Heffels und einige ADC-Kollegen ein alternatives Juryverfahren. Was halten Sie davon?

Heinrich Paravicini:
Nichts. Ich halte die Denkrichtung für komplett falsch. Es wird nicht  leichter fallen, Äpfel und Birnen zu vergleichen, indem man nach Obstläden kategorisiert. Wir sollten das intern diskutieren.

Weiter mit Bert Peulecke, Heye

Bert Peulecke, Heye

Wenn Relevanz das ADC-Schlagwort 2009 war, welches sollte sich der Kreativclub dieses Jahr auf die Fahnen schreiben?

Bert Peulecke
Bert Peulecke
Bert Peulecke:
Ganz klar: die Qualität der Ideen.

Welche Erwartungen haben Sie an das Festival, den Wettbewerb, die Award Show und die Partys?


Bert Peulecke: Vom Festival erwarte ich mir Inspiration. Der Wettbewerb soll voller Überraschungen stecken. Die Awardshow soll die kurzweiligste aller Zeiten werden und die Parties müssen Kopfweh verursachen, sonst sind sie nicht gut.

Auf was freuen Sie sich angesichts des bevorstehenden langen ADC-Wochenendes am meisten?

Bert Peulecke:
Auf die Ruhe danach.

Am Freitag nach der eigentlichen Jurierung testen Mathias Jahn, Richard Jung, Guido Heffels und einige ADC-Kollegen ein alternatives Juryverfahren. Was halten Sie davon? Sollten diese Ergebnisse ebenfalls der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden?

Bert Peulecke:
Auf jeden Fall. Eine hohe Transparenz fördert den Mut zu Veränderungen.

Weiter mit Guido Heffels, Heimat

Guido Heffels, Heimat

Wenn Relevanz das ADC-Schlagwort 2009 war, welches sollte sich der Kreativclub dieses Jahr auf die Fahnen schreiben?

Guido Heffels
Guido Heffels
Guido Heffels: Wir brauchen viel mehr Zeugs, das "Fuck you" sagt. "Fuck you" an starre Definitionen und eigene Kategorien, an eingefahrenes Denken, an 80er Jahre Maximen. Analog zu den Gold- bzw der Grand Prix Definitionen, in denen es um die Neudefinition von Kategorien und bahnbrechende Arbeiten geht. Wie definieren wir Kommunikation, Werbung in Zukunft? Was kann alles Kommunikation, Werbung sein?  

Welche Erwartungen haben Sie an das Festival, den Wettbewerb, die Award Show und die Partys?

Guido Heffels:
Beim Festival hoffe ich auf Inspiration, wenngleich ich das Gefühl habe, dass hier eher die Roberto Blancos der Kreativwirtschaft aufspielen. Die Puppenspieler aus Mexico sozusagen, da kennt man die Hits ja schon. Vom Wettbewerb erwarte ich eine aufrichtige Diskussionskukltur, wenngleich das bei den 17 (?) Leuten pro Jury eher schwierig ist. Von der Award Show erhoffe ich mir Kurzweil und Unterhaltung. Und was die Partys angeht: Da es keine HEIMAT Party in Frankfurt geben wird, sind meine Erwartungen gering, hehe.


Auf was freuen Sie sich angesichts des bevorstehenden langen ADC-Wochenendes am meisten?

Guido Heffels:
Auf den "All Agencies Bowling Cup" am Freitag Abend.

Am Freitag nach der eigentlichen Jurierung testen einige ADC-Kollegen, darunter auch Sie, ein alternatives Juryverfahren. Was erhoffen Sie sich davon?

Guido Heffels: Meine Erwartungen sind groß, denn hier könnte der ADC wirklich mal vorne mitschwimmen. Meine tendenziell realistische Einschätzung besagt aber, dass eine etwaige Schmälerung von Einsendungen also Gewinnerwartungen dem ein Ende bereiten wird. Strategisch schlauer wäre es natürlich, den D&AD Wettbewerb zu ändern, worauf man dann hundertprozentig sicher sein kann, dass der ADC es kopiert.

Weiter mit Stefan Schmidt, TBWA

Stefan Schmidt, TBWA

Wenn Relevanz das ADC-Schlagwort 2009 war, welches sollte sich der Kreativclub dieses Jahr auf die Fahnen schreiben?

Stefan Schmidt
Stefan Schmidt
Stefan Schmidt:  Idee. Das einzige Wort, das zählt. Ich bin mir sicher, wir werden bald einen Wettbewerb aus Ideen, also Lösungen für Kommunikationsaufgaben, haben und nicht einen Wettbewerb zwischen Media-Gruppen. Wen interessiert schon, was die beste Zeitungsanzeige unter allen Zeitungsanzeigen war.... An Heffels‘ und Richard Jung´s Vorschlag kommt ein schlauer Club langfristig nicht vorbei. Und der ADC ist ja ein sehr schlauer Club.

Welche Erwartungen haben Sie an das Festival, den Wettbewerb, die Award Show und die Partys?

Stefan Schmidt:
 Zum Festival: Can´t wait to see Paul Smith! Was die Award-Show angeht, habe ich keine Erwartung - wahrscheinlich kann man nur so nicht enttäuscht werden.  Partys: aaaah, neue venues - neues Glück. Ich liebe Frankfurt!

Am Freitag nach der eigentlichen Jurierung testen Mathias Jahn, Richard Jung, Guido Heffels und einige ADC-Kollegen ein alternatives Juryverfahren. Was halten Sie davon? Sollten diese Ergebnisse ebenfalls der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden?

Stefan Schmidt:
 Die beste Initiative, seit Gründung des ADC. Bitte öffentlich machen!

Weiter mit Kerrin Nausch, Freelancerin

Kerrin Nausch, Freelancerin

Wenn Relevanz das ADC-Schlagwort 2009 war, welches sollte sich der Kreativclub dieses Jahr auf die Fahnen schreiben?

Kerrin Nausch
Kerrin Nausch
Kerrin Nausch: Die Relevanzdiskussion ist für mich noch nicht zu Ende, kann und sollte also ruhig auch im nächsten Jahr weiter auf der Fahne stehen. Damit verbunden ist für mich immer auch die Frage, welches Agenturmodell in Zukunft das Richtige ist.

Welche Erwartungen haben Sie an das Festival, den Wettbewerb, die Award Show und die Partys?

Kerrin Nausch:
Ich freue mich beim Festival natürlich auf Inspiration von Paul Smith. Beim Wettbewerb hoffe ich, wieder ein paar Arbeiten zu sehen, die mir durchgerutscht sind oder die man sonst nicht so leicht zu sehen bekommt wie zum Beispiel bei Event und Kommunikation im Raum. Die Ausstellung wird bestimmt richtig schön und großzügig, so dass alle Arbeiten und nicht nur die ausgezeichneten so präsentiert werden, wie sie es verdient haben. Bei der Award Show ist es mir in erster Linie wichtig, dass die Gewinner anständig gewürdigt werden. Showprogramm und Goldies brauch ich persönlich nicht. Mit den entsprechenden Gästen kann ich überall Spaß haben, die Parties können also nur gut werden.

Auf was freuen Sie sich angesichts des bevorstehenden langen ADC-Wochenendes am meisten?

Kerrin Nausch:
Ich freu mich auf meine Jungs aus der Event Jury und die guten Diskussionen über die Arbeiten und die Kategorie an sich, die wir in dem Kreis immer haben. Wir treffen uns ja auch während des Jahres regelmäßig zum Gedankenaustausch. Noch mehr freu ich mich natürlich auf viele liebe Freunde und Kollegen, mit denen ich endlich mal wieder lange klönen kann.

Am Freitag nach der eigentlichen Jurierung testen Mathias Jahn, Richard Jung, Guido Heffels und einige ADC-Kollegen ein alternatives Juryverfahren. Was halten Sie davon? Sollten diese Ergebnisse ebenfalls der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden?

Kerrin Nausch:
Ich werde als Juror bei der Testjury dabei sein und bin schon sehr gespannt. Ich finde den Ansatz gut und interessant, kann das aber erst nach dem Test richtig beurteilen. Die Ergebnisse würde ich gern zunächst intern diskutieren und nach sorgfältiger Bewertung und Abwägen öffentlich machen.

Weiter mit Florian Grimm, Grimm, Gallun Holtappels

Florian Grimm, Grimm Gallun Holtappels

Wenn Relevanz das ADC-Schlagwort 2009 war, welches sollte sich der Kreativclub dieses Jahr auf die Fahnen schreiben?

Florian Grimm
Florian Grimm
Florian Grimm: Kreativität.

Welche Erwartungen haben Sie an das Festival, den Wettbewerb, die Award Show und die Partys?

Florian Grimm: Im Rahmen des Festivals und beim Sichten der Einsendungen erhoffe ich mir einige gute, inspirierende Momente, Vorträge und Arbeiten. Beim Wettbewerb freue ich mich auf hoffentlich gute, hitzige Diskussionen, die zu einem guten Ergebnis führen. Das ist für meine Jury ein hehres Ziel. Ich hoffe die Moderation ist bei der Award Show wieder etwas lockerer und nicht so ambitioniert. Und wenn sie wieder Geld sparen müssen, wovon ich ausgehe, hoffe ich, sie verzichten auch auf diese dusseligen Presenterinnen Silvie & Goldy. Das würde mir etwas Fremdscham ersparen. In erster Linie freue ich mich auf viele Freunde, Getränke und mit etwas Glück auf Schwermetall. 

Auf was freuen Sie sich angesichts des bevorstehenden langen ADC-Wochenendes am meisten?

Florian Grimm:
Auf den Austausch mit vielen anderen exzellenten Kreativen und die Juryarbeit.

Am Freitag nach der eigentlichen Jurierung testen Mathias Jahn, Richard Jung, Guido Heffels und einige ADC-Kollegen ein alternatives Juryverfahren. Was halten Sie davon? Sollten diese Ergebnisse ebenfalls der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden?

Florian Grimm:
Ich bin in der Testjury und bilde mir vor Ort eine Meinung. Wäre jetzt alles hypothetisch, muss doch erst einmal schauen, wie sich das anfühlt. Immerhin haben da ein paar Leute sich lange Gedanken drüber gemacht. Habe zwar jetzt schon Verbesserungsvorschläge, die ich lieber vorerst dort platziere, bevor ich an dieser Stelle meckere.

Weiter mit André Kemper, Kemper Trautmann 

André Kemper, Kemper Trautmann

Wenn Relevanz das ADC-Schlagwort 2009 war, welches sollte sich der Kreativclub dieses Jahr auf die Fahnen schreiben?

André Kemper
André Kemper
André Kemper: Die Diskussion um das Thema „Relevanz" kam zur rechten Zeit - und sie hat einiges bewegt: Kreation, die offensichtlich nur für Wettbewerbe produziert wird, hat kaum noch eine Chance. Ansonsten werden wir in Frankfurt sehen, ob die Krise einen positiven oder doch eher negativen Effekt auf die Kreativität in unserer Branche hat.

Welche Erwartungen haben Sie an das Festival, den Wettbewerb, die Award Show und die Partys?

André Kemper: Meine Erwartungen sind hoch. Frankfurt ist hoch motiviert, es unserer Branche zu zeigen, wie viel Inspiration und Kreativität in der Stadt stecken. Dazu kommt: Nach vielen Jahren Berlin werden wir alle aufgeladener und wacher in die Jury-Tage gehen - so gesehen freue ich mich auf eine spannende Zeit.

Auf was freuen Sie sich angesichts des bevorstehenden langen ADC-Wochenendes am meisten?

André Kemper: Auf Frankfurt! Ich gehe da ganz offen rein.

Weiter mit Burkhart von Scheven, Saatchi & Saatchi

Burkhart von Scheven, Saatchi & Saatchi

 Wenn Relevanz das ADC-Schlagwort 2009 war, welches sollte sich der Kreativclub dieses Jahr auf die Fahnen schreiben?

Burkhart von Scheven
Burkhart von Scheven
Burkhart von Scheven:
Partizipation. Wie viele Menschen hat meine Arbeit wirklich dazu bewegt, sich zu involvieren.

Welche Erwartungen haben Sie an das Festival, den Wettbewerb, die Award Show und die Partys?

Burkhart von Scheven:
  Das Festival wird auf einem extrem hohen Niveau stattfinden. Das gilt sowohl für die multiplen Veranstaltungsorte als auch für die Qualität der Kongress- oder Ausstellungsbeiträge. Allein die Messe bietet phantastische Möglichkeiten, das Schauspiel, das Museum für angewandte Kunst, und die Greentowers sind auch nicht zu verachten. Der Wettbewerb wird wieder ein bisschen kompetitiver und stärker besetzt sein als im budgetär knappen Vorjahr. Die Award Show wird, je nach Erfolg, wie jedes Jahr sehr subjektiv ausfallen. Uns wird es in diesem Jahr hoffentlich sehr gut gefallen.

Auf was freuen Sie sich angesichts des bevorstehenden langen ADC-Wochenendes am meisten?

Burkhart von Scheven:
Auf die WarmUp Party: "DasWERK von Saatchi & Saatchi mit den Turntablewerbern im Nu Soul am 13.5. ab 21:00.

Am Freitag nach der eigentlichen Jurierung testen Mathias Jahn, Richard Jung, Guido Heffels und einige ADC-Kollegen ein alternatives Juryverfahren. Was halten Sie davon? Sollten diese Ergebnisse ebenfalls der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden?

Burkhart von Scheven:
Ich bin immer für Transparenz, also unbedingt Öffentlichkeit. Es war eine sehr gute Idee, dieses alternative System einfach mal probelaufen zu lassen. Nur so kommt man aus den ewigen Diskussionen raus.

Weiter mit Mathias Jahn, Freelancer

Mathias Jahn, Freelancer

Wenn Relevanz das ADC-Schlagwort 2009 war, welches sollte sich der Kreativclub dieses Jahr auf die Fahnen schreiben?

Mathias Jahn
Mathias Jahn
Mathias Jahn: Ehrlichkeit. 

Welche Erwartungen haben Sie an das Festival, den Wettbewerb, die Award Show und die Partys?

Mathias Jahn:
Schön wäre ein Festival, das wahrgenommen wird. Ein Wettbewerb mit Überraschungen. Eine unpeinliche Awardshow. Und lässige Partys (im Gegensatz zu "bemühten").

Auf was freuen Sie sich angesichts des bevorstehenden langen ADC-Wochenendes am meisten?

Mathias Jahn:
Meine Eltern.

Am Freitag nach der eigentlichen Jurierung testen Sie und einige ADC-Kollegen ein alternatives Juryverfahren. Was erhoffen Sie sich davon?

Mathias Jahn:
Es geht nicht um die Jury. Es geht um die Zukunft das ADC: Wollen wir kreative Ideen bewerten? Oder kreatives Einreichen in eine von 101 Kategorien? Die Arbeiten werden in immer mehr Kategorien und Subkategorien sortiert. Das ist gut gemeint, denn es gibt ja auch immer neue und noch neuere Medien, die alle berücksichtigt werden sollen. Ich glaube aber, es gibt gar keinen Unterschied mehr zwischen "Werbung" und "Design" und "Online" und "Event" oder was auch immer. Das ist alles Kommunikation, in verschiedenen Ausprägungen. Es macht keinen Sinn mehr, lustige Funkspots gegeneinander antreten zu lassen. Wir wollen kommunikative Ideen auszeichnen, nicht die beste "Business-to-Business-Direct-Mail in 3D".  Insofern ist dieser durchaus aufwendige Testlauf vor allem Selbstkontrolle: Können wir etwas am ADC Wettbewerb verbessern? Oder ist alles gut so, wie es ist? Und weil das vor allem die Mitglieder etwas angeht, werden die Ergebnisse auch nicht veröffentlicht. Sondern sollen Grundlage für eine Entscheidung bei der nächsten Jahreshauptversammlung sein.

Weiter mit Britta Poetzsch, MECH

Britta Poetzsch, MECH

Wenn Relevanz das ADC-Schlagwort 2009 war, welches sollte sich der Kreativclub dieses Jahr auf die Fahnen schreiben?

Britta Poetzsch
Britta Poetzsch
Britta Poetzsch: Kreativität ist relevant. Das wird sich 2010 auch nicht ändern.

Welche Erwartungen haben Sie an das Festival, den Wettbewerb, die Award Show und die Partys?

Britta Poetzsch:
Beim Festival finde ich es sehr beindruckend, was insbesondere die Frankfurter ADC Kollegen auf die Beine gestellt haben. Sie haben großartige Redner motiviert, ungewöhnliche Orte organisiert und ganz viel Herzblut investiert. Da kann ich als Berlinerin nur den Hut ziehen und habe schon vor längerer Zeit meine langweiligen Vorurteile gegenüber Frankfurt abgelegt. Die arrogante, dauermaulige Konsumhaltung einzelner, die sich selber wenig engagieren und immer alles besser wissen, wird mir dieses Erlebnis hoffentlich nicht vermiesen. Beim Wettbewerb werden wir sehen, was die neue Struktur bringt. Ich freue mich besonders auf die Arbeiten, die ich sonst nicht zu sehen bekomme. Die Award Show wird deutlich straffer und völlig neu strukturiert. Für mich persönlich wird sie besonders aufregend, weil ich in einem schwachen Moment zugesagt habe, sie mit zu moderieren. Jetzt träume ich schon davon, im Abendkleid ins Bodenlose zu fallen. Was Partys angeht, habe ich noch keinen Plan. Auf irgendeiner Tanzfläche werde ich mich aber bestimmt wieder finden.

Auf was freuen Sie sich angesichts des bevorstehenden langen ADC-Wochenendes am meisten?

Britta Poetzsch:
Auf viele Kollegen, die ich schon länger nicht gesehen habe. Und auf den Moment, wenn die Award Show vorbei ist. Siehe oben.

Am Freitag nach der eigentlichen Jurierung testen Mathias Jahn, Richard Jung, Guido Heffels und einige ADC-Kollegen ein alternatives Juryverfahren. Was halten Sie davon? Sollten diese Ergebnisse ebenfalls der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden?

Britta Poetzsch:
Ich bin für Transparenz. Wenn dieses Juryverfahren das bessere ist, dann ist das die Chance, das zu beweisen. Toll, dass da jemand nicht nur meckert, sondern macht.

Weiter mit Wolf Heumann, Jung von Matt

Wolf Heumann, Jung von Matt

Wenn Relevanz das ADC-Schlagwort 2009 war, welches sollte sich der Kreativclub dieses Jahr auf die Fahnen schreiben?

Wolf Heumann:
Vielleicht so etwas wie "Ballhöhe" - auf unserem Spielfeld ist so viel los, dass für Selbstbespiegelung überhaupt keine Zeit mehr ist.

Welche Erwartungen haben Sie an das Festival, den Wettbewerb, die Award Show und die Partys?

Wolf Heumann
Wolf Heumann
Wolf Heumann:
Die Kritik an Frankfurt im Vorfeld kann nur gut sein - ich glaube, alle haben sich deshalb besonders angestrengt.

Auf was freuen Sie sich angesichts des bevorstehenden langen ADC-Wochenendes am meisten?

Wolf Heumann:
Von meinem Hotel kann ich zu Fuß zum Festivalgelände gehen.

Am Freitag nach der eigentlichen Jurierung testen Mathias Jahn, Richard Jung, Guido Heffels und einige ADC-Kollegen ein alternatives Juryverfahren. Was halten Sie davon? Sollten diese Ergebnisse ebenfalls der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden?

Wolf Heumann:
Ich finde das Experiment sehr spannend - warum sollten wir Angst haben,  das Ergebnis zu veröffentlichen?
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