ADC-Mitglieder präsentieren Alternativkonzept für Wettbewerb

Donnerstag, 22. Oktober 2009
Die neuen Wettbewerbskategorien werden heiß diskutiert
Die neuen Wettbewerbskategorien werden heiß diskutiert

Mit einem Alternativkonzept reagiert eine kleine Gruppierung innerhalb des Art Directors Club für Deutschland auf das vergangene Woche vorgestellte neue Kategoriensystem des ADC-Wettbewerbs. Das Trio Guido Heffels, Kreativgeschäftsführer der Berliner Agentur Heimat, Ex-FCB-Kreativchef Mathias Jahn sowie Richard Jung, Professor für Kommunikationsdesign und Corporate Identity an der Hochschule Niederrhein in Krefeld, schlägt vor, dass der ADC lieber einen radikal neuen Weg einschlagen solle anstatt die Struktur internationaler Wettbewerbe wie Clio und D&AD zu kopieren. In einem elfseitigen Konzept wird detailliert erläutert, wie dieser neue Weg aussehen könnte. Wichtigste Forderung: Der Wettbewerb soll künftig nicht mehr nach Medienkategorien, sondern nach Branchen gegliedert werden - ähnlich, wie es schon jetzt beim Effie der Fall ist. Außerdem sollen die Arbeiten nach Größe des Auftraggebers sortiert werden. Das Besondere am ADC-Konzept von Heffels und Co: In den einzelnen Branchenjurys wird ausschließlich die Kommunikationsidee bewertet. Das würde bedeuten, dass ein Event durchaus mit einer Anzeige verglichen werden kann. Die bessere Idee gewinnt. Zusätzlich können von der jeweiligen Jury Sonderpreise für herausragende Einzelleistungen wie Text, Grafik, Regie und Styling vergeben werden.

„Die Welt muss doch einfacher werden und nicht komplexer", erläutert Heffels die Motivation für den Gegenvorschlag. "Vom Club der Bewahrer zum Club der Innovatoren", lautet seine Forderung. Heffels, Jung und Jahn haben beantragt, dass über ihren Vorschlag bei der ADC-Jahreshauptversammlung am 7. November in Hamburg abgestimmt wird.

Mehr zum Thema lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von HORIZONT, die am 22. Oktober erscheint.
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