ADC-Kritiker Charly Leske droht mit juristischen Schritten

Mittwoch, 26. August 2009
Sommertheater beim AC
Sommertheater beim AC

Der Streit zwischen dem früheren ADC-Vorstand Charly Leske und der aktuellen Verbandsführung geht weiter. Nachdem Ex-Schatzmeister Matthias Kindler in einem offenen Brief den Vorwurf der Misswirtschaft zurückgewiesen hat, meldet sich Leske noch einmal zu Wort. Er droht Kindler mit juristischen Schritten. Stein des Anstoßes ist Kindlers Behauptung, Leske habe sich an die Presse gewendet, um "völlig haltlose Beschuldigungen" zu verbreiten. Gemeint ist ein Bericht im "Hamburger Abendblatt", das die Vorwürfe von Leske publik gemacht hat. "Wenn Herr Kindler diese Behauptung nicht zurücknimmt, dann gehe ich zum Anwalt", sagt Leske, der bis 1996 im ADC-Vorstand saß. Richtig sei: Er sei von einem Journalisten angesprochen worden und habe auf dessen Fragen geantwortet.

Darüber hinaus hält der Werbefilmer die Ausführungen von Kindler für wenig überzeugend. Für Leske ist nach wie vor unklar, wie es zu den finanziellen Engpässen kommen konnte, mit denen der Verband derzeit offenbar konfrontiert ist. Kritisch sieht Leske unter anderem das Engagement des ADC bei der Berlin School of Creative Leadership. Hier hat der Club laut Auskunft von Schul-Präsident Michael Conrad an Leske im vorigen Jahr rund 50.000 Euro investiert. Zudem hinterfragt der Ex-Vorstand die personelle Ausstattung der Geschäftsstellle in Berlin sowie die eine oder andere Maßnahme beim ADC-Festival - unter anderem die Einladung von Modezar Karl Lagerfeld zum "Gipfel der Kreativität" 2008. mam                 
Meist gelesen
stats