ADC: Jung von Matt holt mit WWF-Arbeit den Grand Prix / Verbandschef Rädeker: "Kreation hat die Krise verlassen"

Samstag, 07. Mai 2011
Jung von Matt nimmt den Grand Prix entgegen
Jung von Matt nimmt den Grand Prix entgegen
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ADC Jung von Matt WWF Jochen Rädeker Krise DDB Tribal Kreation


Nachdem der ADC im vorigen Jahr keinen Grand Prix vergeben hat, haben sich die Juryvorsitzenden diesmal wieder für einen Gesamtsieger entschieden: Der Preis für die beste Arbeit des Wettbewerbs geht an Jung von Matt für das nicht-druckbare PDF-Format "Save as WWF". Die Entscheidung fiel im Finale gegen die Kampagne "Denkanstöße" von DDB Tribal für Entega. Daran zeigt sich, dass man in diesem Jahr besonders gut mit dem Thema Nachhaltigkeit punkten konnte.
Jung von Matt räumt mit "Save as WWF" den Grand Prix ab
Jung von Matt räumt mit "Save as WWF" den Grand Prix ab
Das räumt auch ADC-Vorstandssprecher Jochen Rädeker ein: "Der diesjährige ADC-Wettbewerb macht deutlich, dass das Niveau der Kreativarbeiten nicht mehr von der Krisenstimmung der letzten Jahre geprägt ist. Die Arbeiten sind wieder mutiger, stärker - und sie zielen verstärkt auf das Thema Nachhaltigkeit ab", sagt der Verbandschef. "Die Kreation hat die Krise verlassen", bringt er seine Auffassung auf den Punkt.

Insgesamt verteilten die Juroren neben dem Grand Prix 15-mal Gold, 73-mal Silber und 131-mal Bronze. Das ist deutlich mehr als im vergangenen Jahr, als es 8 goldene, 56 silberne und 123 bronzene Nägel gab. Die meisten Punkte - nach dem ADC-internen Schlüssel - gehen auf das Konto der Arbeit "Meister vs. Meister" von Scholz & Friends für den Kunden Mercedes-Benz, gefolgt von DDB Tribal mit der Kampagne für Entega. Auf den Plätze 3 bis 5 der erfolgreichsten Arbeiten liegen "Faces" von der Agentur Heimat für Hornbach, "Hidden Heroes" von Grimm Gallun Holtappels für Vitra Design Museum und "Save as WWF" von Jung von Matt.

ADC-Vorstandssprecher Jochen Rädeker
ADC-Vorstandssprecher Jochen Rädeker
Die Hamburger Agenturgruppe liegt einmal mehr an der Spitze des Rankings der erfolgreichsten Einreicher. Jung von Matt gewann insgesamt 33 Medaillen - neben dem Grand Prix 3-mal Gold, 8-mal Silber und 21-mal Bronze. Dahinter folgen Scholz & Friends, Serviceplan, DDB Tribal, Heimat, Kolle Rebbe und Grabarz & Partner (nach olympischer Wertung und ohne Auszeichnungen).

In der Königskategorie "Ganzheitliche Kommunikation" vergab die Jury unter Leitung von JWT-Kreativchef Till Hohmann kein Gold. Das Niveau sei zwar hoch und man habe gute Cases gesehen, enttäuscht zeigte sich Hohmann jedoch von der relativ geringen Einsendezahl (46 Arbeiten). Eine Erklärung dafür könnte sein, dass das Integrationsmanagement auf Seiten der Kunden noch nicht weit genug vorangeschritten ist, mutmaßt Hohmann.

ADC-Chef Rädeker bewertet nicht nur den Wettbewerb, sondern das gesamte Festival als Erfolg. Man rechne damit, die Besucherzahlen des Vorjahres von rund 10.000 zu übertreffen. Dennoch räumt der Vorstandssprecher ein, dass man unter dem Strich wohl erneut rote Zahlen mit der Veranstaltung schreiben werde. mam

Mehr zum Thema lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 19/2011 vom 12. Mai    
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