61 Websites mit "Ahh-Effekt": Wie Coke und W+K Teenies ködern wollen

Mittwoch, 24. April 2013
Eines der Online-Gimmicks: Eiswürfelweitwurf (Foto: Screenshot)
Eines der Online-Gimmicks: Eiswürfelweitwurf (Foto: Screenshot)

Die Kampagne sei ein "lebendes Experiment" für Coca-Cola: Der Getränkeriese hat in den USA den Startschuss für eine enorm umfangreiche digitale Werbeoffensive gegeben. Kern des Auftritts unter dem Motto "The Ahh Effect" sind sage und schreibe 61 Websites. Deren URLs unterscheiden sich lediglich von der Anzahl der "h"s. Mit der von Wieden + Kennedy in Portland erdachten Online-Kreation will die Brausemarke vor allem Teenager ansprechen. Herzstück der Kampagne ist die Website ahh.com. Hier erwarten die Zielgruppe insgesamt 61 leicht verdauliche, unterhaltsame Kreativhäppchen - von verschiedenen Videos über einfachen Online-Spiele bis hin zu einer Zeitmaschine, in der die User in die Historie der Coke-Flasche (ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh.com) eintauchen können. Bislang sind 17 Kreationen beziehungsweise URLs verfügbar. Mit dem Gesamtpaket will die Getränkemarke die Botschaft verbreiten, Coke sei das ultimative Erfrischungsgetränk.

Mit "The Ahh Effect" setzt Coke noch stärker als bislang auf die digitalen Kanäle. "Wir bewegen uns weiter ins Digitale und Soziale, mehr als je zuvor", so Pio Schunker, Senior Vice President Integrated Marketing Communications von Coca-Cola in Nordamerika.

Die Kampagne ist für Smartphones optimiert (Foto: Fasttocreate.com)
Die Kampagne ist für Smartphones optimiert (Foto: Fasttocreate.com)
Die Kampagne ist optimiert für Smartphones (iOS und Android) - dem laut Schunker Endgerät Nummer 1 für Teenager - ist aber ebenso ansteuerbar über den stationären PC. Aufmerksamkeit für den Auftritt will das Unternehmen zum einen über Online-Teaserclips erzielen, die Coke unter anderem auf Youtube zeigt, Facebook und Twitter sowie zum anderen über nicht-digitale Elemente wie Präsenzen in Kinos und im Handel.

Insgesamt soll die Kampagne über mehrere Jahre laufen. Wie der Branchendienst "Adage" meldet, sollen die Zugriffszahlen der verschiedenen Kreativhäppchen regelmäßig auf ihre Beliebtheit hin überprüft werden. Solche, die bei den Jugendlichen nicht gut ankommen, will Coke wieder aus dem Netz nehmen. Auch die Teenager selbst können sich an der Kampagne beteiligen und Vorschläge machen, die die Zielgruppe unterhält und die Aufmerksamkeit auf die Marke Coca-Cola lenkt. "Diese Kampagne ist ein lebendes Experiment", zitiert die Kreativseite Fasttocreate.com Coke-Manager Schunker. jm

Meist gelesen
stats