50-Millionen-Euro-Offensive: Deutsches Handwerk startet größte Kampagne der Verbandsgeschichte

Donnerstag, 14. Januar 2010
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Mit einer aufmerksamkeitsstarken Kampagne will der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) das Image der von ihm vertretenen Berufsgruppen aufpolieren. Der von Scholz & Friends Berlin konzipierte Auftritt geht der Frage nach, wie unser Leben ohne das Handwerk aussähe. Herzstück der Kampagne ist ein TV- und Kinospot, der ab dem kommenden Wochenende zunächst als 60-Sekünder, später in kürzeren Versionen, zu sehen sein wird. Der von Czar Film in Hamburg unter der Regie von Peter Thwaites produzierte Film zeigt in eindrucksvollen Bildern, wie sich unsere Welt im wahrsten Sinne des Wortes auflösen würde, wenn es diesen Erwerbszweig mit seinen 151 verschiedenen Ausbildungsberufen nicht gäbe.

Der TV-Auftritt wird mit bundesweit geschalteten Plakaten und Anzeigen in reichweitenstarken Titeln flankiert. Zu den diversen Online-Maßnahmen gehört die Website Handwerk.de, auf der ab Samstagabend neben umfassenden Informationen auch eine Langversion des Spots zu sehen sein wird. Aufwendig sind auch die geplanten PR-Maßnahmen zum Kampagnenstart: Seit heute laufen bundesweit mehr als 150 Pressekonferenzen zum Thema, die von 53 Handwerkskammern sowie zahlreichen regionalen Branchenverbänden und Innungen durchgeführt werden. Auf diese Weise sollen nicht nur sämtliche Handwerksbetriebe in Deutschland, sondern auch die Gesamtbevölkerung erreicht werden.

Mit der Kampagne will der ZDH Größe, Kraft und Modernität demonstrieren. Der Auftritt soll zeigen, dass es durchaus erstrebenswert und zukunftsträchtig ist, einen Beruf wie Schreiner, Friseur, Bäcker oder Optiker zu erlernen. Außerdem sollen Gesellschaft und Politik auf die Bedeutung und Vielfalt der Branche aufmerksam gemacht werden - dies wird durch den Claim „Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht. Von nebenan." unterstrichen.

Insgesamt steht dem Verband in den kommenden fünf Jahren ein Werbebudget von 50 Millionen Euro zur Verfügung. Daneben haben die regionalen Handwerkskammern und Berufsverbände die Möglichkeit, eigene Aktionen im Rahmen eines vorgegebenen Corporate Design zu realisieren. Die rund eine Million Handwerksbetriebe in Deutschland werden zudem mit einem Werbemittelpaket ausgestattet. bu
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