20 Prozent weniger Einreichungen bei den Cannes Lions

Dienstag, 02. Juni 2009
Die Einreichungen gingen stark zurück
Die Einreichungen gingen stark zurück

Wie zu erwarten war, liegen die Einreichungszahlen bei den Cannes Lions 2009 unter denen aus dem Vorjahr. Im Zusammenhang mit der weltweiten Wirtschaftskrise sank die 2008 erreichte Rekordumme von 28.284 Arbeiten auf 22.652. Der Rückgang liegt damit bei 19,9 Prozent. Deutsche Agenturen sendeten 2131 Kreationen und damit 25 Prozent weniger nach Cannes, belegen unter den Top-Einreichern aber nach wie vor Platz zwei. Nur die USA geben für die Wettbewerbsteilnahme mehr aus. Rang drei bis fünf belegen Brasilien, Großbritannien und Indien.

Die größten Einbußen verzeichnen die Press Lions mit mit einem Minus von 32,2 Prozent, die Film Jury wird 25,4 Prozent weniger Spots zu bewerten haben als im vergangenen Jahr, was sicher auch daran liegt, dass die Kategorie mit einer Teilnahmegebühr von 620 Euro die zweitteuerste des Wettbewerbs ist. Teurer ist nur die Königsklasse Titanium und Integrated mit einem Stargeld von 1.150 Euro. Hier gingen die Einreichungen insgesamt um 6,7 Prozent auf 403 Arbeiten zurück, knapp ein Viertel davon kommt aus den USA. Deutsche Werber, die nicht als die Abräumer in der Kategorie gelten, fuhren ihr Titanium-Engagement um 33 Prozent auf 47 Arbeiten zurück.

Annähernd genauso stark wie 2008 sind die Kategorien Design (plus 1,2 Prozent) und Promo (plus1,4 Prozent). Bei den deutschen Teilnehmnern ist der Rückgang in der Sparte Radio am geringsten. 111 Funkspots aus Deutschland werden der Radio Jury des 56. Cannes Lions Festival in der letzten Juniwoche vorliegen. Das sind 1,8 Prozent weniger als 2008. Am stärksten hielten sich Deutsche Werber bei den Direct Lions zurück. Hier gingen die Einreichungen um knapp 40 Prozent auf 175 zurück. jf
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