12 Löwen: Deutschland liegt bei den PR Lions vorn

Dienstag, 18. Juni 2013
Ketchum Pleon Berlin und BBDO Proximity Berlin räumen mit  "Tree Concert" ab
Ketchum Pleon Berlin und BBDO Proximity Berlin räumen mit "Tree Concert" ab

Zum Jubiläumsjahr des Cannes Festivals schaffen deutsche Agenturen in der PR-Sparte einen doppelten Rekord: 12 Löwen sind nicht nur satte acht mehr als im Vorjahr, sie katapultieren Deutschland auch gemeinsam mit Großbritannien an die Spitze der PR-Nationen 2013. Und: So effizient ist Cannes selten - die 12 Löwen sind Resultat aus 13 Shortlist-Platzierungen.

Video: Mit "Tree Concert" holt Deutschland Gold

Stärkste Abräumer aus deutscher Sicht sind Ketchum Pleon Berlin mit BBDO Proximity Berlin, die mit der gemeinsamen Kampagne "Tree Concert" (Kunde: BUND) gleich drei Löwen gewinnen: einmal Gold und zweimal Bronze. Ebenfalls drei PR-Löwen holt Ogilvy in Frankfurt: zweimal Silber für die Kampagne "Waiting. For seven years" (Foundation for Life) und einmal Bronze für "The world s most powerful banner" (Neckermann). Auch Saatchi & Saatchi in Berlin kann sich über drei Trophäen freuen - allesamt in Silber: mit der Kampagne "Days of Hope" (Diakonie Frankfurt) gelingt dem Team ein Hattrick. Drei Bronze Löwen vergibt die Jury zudem an Cheil in Schwalbach für die Kampagne "Free the Forced" (United Nations).

"Deutschland ist ein Kreativitäts-Hub": PR-Jurymitglied Mirko Kaminski
"Deutschland ist ein Kreativitäts-Hub": PR-Jurymitglied Mirko Kaminski
Sichtlich beeindruckt von dem Top-Abschneiden der Deutschen zeigt sich Achtung-CEO und PR-Jurymitglied Mirko Kaminski: "Deutschland ist ein Kreativitäts-Hub. Wir haben hier sehr viele sehr starke Arbeiten heimischer Agenturen gesehen". Allerdings - und hier ist der kleine Haken - die meisten Einsendungen und Gewinner aus Deutschland stammen von klassischen Werbeagenturen, PR-Agenturen sind eher rar. "Es geht heute eben nicht mehr darum, Pressemitteilungen zu verfassen und zu verschicken", so Kaminski. Vielmehr gehe es darum, Botschaften zu Stories zu machen, und diese so zu inszenieren, dass sie sich in den Köpfen der Menschen nachhaltig manifestieren. Und das, findet Kaminski, könnten Werbeagenturen noch immer deutlich besser als PR-Agenturen.

Grand Prix geht an "Dumb Ways To Die"

Auch insgesamt ist die PR-Jury in Cannes im Jubiläumsjahr äußerst spendabel: 95 PR-Löwen werden vergeben. 20 mal Gold, 30 mal Silber und 45 mal Bronze. 2012 waren es noch 69. Für den Juryvorsitzenden David Gallagher, Europachef von Ketchum, ein Beweis, dass sich die recht junge PR-Sparte - es gibt sie erst seit 2009 - endlich in Cannes etabliert hat.

Den Grand Prix gewinnt in diesem Jahr McCann Melbourne mit der Kampagne "Dumb ways to die" (Metro Trains). Laut Kaminski eine ziemlich eindeutige Entscheidung: "Diese Kampagne ist jetzt schon eine der seltenen Ikonen. Sie ist in ihrer Kreativität und Mechanik ein echter Game Changer, der künftig andere Agenturen folgen lässt."as
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