Mack, Daniel & Behrendt, Frank

Mack, Daniel & Behrendt, Frank

Markenbildung Fünf Zutaten für gelungenes Personal Branding

Dienstag, 05. Dezember 2017
Zeige mir deine Karte und ich verbeuge mich vor deiner Funktionsbezeichnung: Viel zu lange waren Titel die auf Papier gedruckten Rangabzeichen der Business-Offiziere, finden Frank Behrendt und Daniel Mack. Der Gelassenheits-Guru von Serviceplan und der Berater für Public Affairs und Kommunikation bei der Berliner Agentur 365 Sherpas haben sich über Twitter kennen gelernt. Beiden bedeuten Titel wenig, denn die Relevanz der neuen Leader zeigt sich aus ihrer Sicht heute und vor allem morgen anders - in einer digitalen Gesellschaft auch im Netz. Für HORIZONT Online listen die beiden ihre fünf Zutaten für gelungenes Personal Branding auf.
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Frank Behrendt Daniel Mack Relevanz Twitter Visitenkarte


1. Die Story ist entscheidend, nicht der Titel

Titel sind Schubladen im Schrank der Uniformität. Sei unique und dokumentiere das auch im Netz. Mach deine eigene Geschichte zu einem Hit und lass andere daran teilhaben. Richte deine Kommunikation nach deinen Interessen aus, kommuniziere in deiner Sprache und deiner Art, nicht nachdem was andere von dir erwarten könnten.

2. Wer im Netz nicht sichtbar ist, ist nur bedingt existent

Networking findet nicht mehr nur auf Konferenzen statt, Social verbindet 24/7. Die individuelle Timeline spült täglich neue spannende Persönlichkeiten in den Stream, mit denen man sich austauschen kann. Teste neue Plattformen, probiere dich dort aus, wo du noch nicht aktiv bist und entscheide dich für die Kanäle, wo du dich wohlfühlst.

3. Es sind deine Themen, die dich als Marke ausmachen

Ein Krankenhaus muss steril sein, deine Kanäle nicht. Fußball, Politik, Kultur oder Serien. Zeige dich, deine Haltung und werde zur Personal Brand. Meist sind es softe Themen, über die Menschen in Kontakt geraten und damit die Basis für weitere Kontakte legen. Füge dem verlinkten Artikel oder der verlinkten Pressemitteilung deine persönliche Meinung hinzu.

4. Klasse statt Masse galt schon im Visitenkarten-Zeitalter und bleibt richtig

Nicht die Zahl deiner Follower und Kontakte ist entscheidend, sondern die Qualität. Interagiere mit denen, die dir wichtig sind. Suche nach Leuchttürmen in der Masse. Kommentiere, gehe auf andere ein, stelle Fragen und zeige Haltung. Nutze die Funktion der direkten Nachrichten und treffe deine Kontakte auf einen Kaffee. Das macht noch mehr Spaß als gegenseitiges liken und retweeten.

5. Denke langfristig

Ein Titel ist eine Momentaufnahme, er kommt und geht. Der Film deines (Berufs)Lebens dauert länger. Fülle keine Rolle aus, sondern bleib dir im Kern treu. Du kannst dich immer wieder neu erfinden, dazulernen und auch mal scheitern - aber der rote Faden deiner Vita bleibst immer du. Egal was du tust, deine Kontakte bleiben. Mach’ aus dem ein oder anderen eine Freundschaft.

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