Daniel Naegele, Uniplan

Daniel Naegele, Uniplan

Zum Wochenende Meine Top 6 DJs

Freitag, 01. Dezember 2017
Carl Cox gehört zu den Top-DJs
Carl Cox gehört zu den Top-DJs
© Screenshot: Youtube

Die Digitalisierung macht vor keinem Bereich und keiner Branche halt. So hat sich auch die Form des DJings in den letzten Jahren stark gewandelt. "Was früher die Scratch-Künstler mit Vinyl auf ihren 1210ern gemacht haben, ist heute in der digitalen Welt kaum noch nachvollziehbar. Jedoch gibt es trotz der vielen MP3-DJs, die einfach nur auf den ‚Sync-Button’ drücken und mehr hinter dem DJ-Pult abfeiern anstatt zu arbeiten, einige sehr gute Talente, die es lohnt live zu sehen", sagt Daniel Naegele, Chief Creative Officer Europe bei Uniplan. 

Naegele weiß, wovon er spricht: Als ehemaliger House-DJ legte er nicht nur selbst jahrelang Vinyl in Clubs und bei Events auf, sondern gründete sogar sein eigenes Plattenlabel – für ihn die optimale Spielwiese an der Schnittstelle zwischen Musik und Grafikdesign. Im Folgenden stellt er seine Top 6 DJs vor, die ihn geprägt, begleitet und begeistert haben und es noch immer tun.

1.

Taylor McFerrin

Auf Taylor McFerrin bin ich durch Zufall aufmerksam geworden. Mich fasziniert seine musikalische Herangehensweise an seine Produktionen. Seine Tracks bestehen aus komplexen Beats, jazzigen Melodien und wunderbaren Vocals. Perfekt für’s Wohnzimmer oder als ‚Entschleuniger’ auf längeren Reisen. 

2.

Ströme

Newcomer und ‚handmade’ Electro aus München mit modularen Synthesizern (für die, die sich auskennen: Zwei Doepfer A-100 Systeme). Einfach schön anzuschauen, wie sie nur mit Strom und Kabeln patchen und Sounds wie Melodien und Beats aus diesen Kisten zaubern.

3.

Youngr

Ein Muss für jeden, der sich in den nächsten Wochen nach London verirrt: Die Morning Gloryville Partys. Feiern, bevor man zur Arbeit geht, mit alkoholfreien Smoothies und fröhlichen Menschen. Und wenn man Glück hat, ist der Multi-Instrumentalist Youngr zu Gast und spielt alle Instrumente live.

4.

Carl Cox

Das Schwergewicht unter den Techno-DJs. Carl Cox habe ich das erste Mal auf der ‚Rave City 4’ in München 1996 gesehen. Er war einer der wenigen DJs, die gleichzeitig mit drei Plattenspielern aufgelegt haben. Nach seinem Auftritt stürmte ein Gast die DJ-Kanzel und ist ihm dankend um den Hals gefallen – das wäre heute (leider) undenkbar.

5.

Chromeo 

Chromeo erlebte ich 2008 live im Shepherds Bush Empire in London. Damals waren sie noch nicht so bekannt wie heute, aber die Menge ist ausgerastet. Eines der besten Konzerte meines Lebens!

6.

KiNK 

KiNK aka Strahil Velchev ist seit Ende der 90er DJ und Produzent. Seinen internationalen Durchbruch feierte der aus Bulgarien stammende und noch immer in Sofia lebende Künstler 2008 mit dem Housetrack "Inside Out". Mit diesem gemeinsam mit Neville Watson produzierten Stück gelang es den beiden, "die Nostalgie und Zitathaftigkeit des Retrohouse-Sounds dieser Zeit zugunsten einer selten gehörten Spontanität und Lebendigkeit abzustreifen", wie es das Groove-Magazin treffend formulierte. Unfassbar guter DJ mit Live-Elementen.

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