Save Yourselfie Die eindringliche Warnung an alle Selbstporträt-Süchtigen

Donnerstag, 31. Juli 2014
Die Warnung ist ebenso eindringlich wie komisch
Die Warnung ist ebenso eindringlich wie komisch

Tennis-Arm war gestern: Wer heute etwas auf sich hält, leidet am Selfie-Ellenbogen. Der schmerzende Arm entsteht beim exzessiven Selbstporträtieren - dank Smartphone, Instagram und Co der Trend der Stunde. Wohin es aber führen kann, wenn man das Selfie-Knipsen maßlos übertreibt, zeigt ein ironischer Film der italienischen Produktionsfirma Withstand. Mit "Save yourselfie" warnt der Absender alle Süchtigen: Wer ein Selfie postet, fliegt aus der Facebook-Freundesliste.
Vor wenigen Monaten wurden sie häufig noch mitleidig belächelt: Menschen, die mit ihrem Smartphone Selfies von sich schießen und im Netz posten. Mittlerweile ist das Selbstporträt aber in der Gesellschaft angekommen - spätestens seit es vom renommierten Oxford English Dictionary zum englischen Wort des Jahres 2013 gekürt wurde. Dabei kann die Selfie-Sucht auch Ausdruck psychischer Probleme sein, wie Fälle aus Großbritannien zeigen. Die Produktionsfirma Withstand aus Mailand nutzt den Trend nun zu einem Werbevideo in eigener Sache - der Zweiminüter balanciert dabei irgendwo zwischen komischer Ironie und ernsthafter Kritik. Im Spot ist eine Selbsthilfegruppe von Selfie-Süchtigen zu sehen - oder besser nicht zu sehen, denn jedes Mal, wenn ein Abhängiger ein Selfie schießt, wird er für andere unsichtbar. Am Ende ist nur noch der Therapeut physisch greifbar.

Damit will Withstand eine Social-Media-Aktion ins Rollen bringen, die unter dem Hashtag #ifyouselfieilldeleteyou läuft. Geht es nach den Italienern, so soll das Video im Netz mit Selfie-süchtigen Freunden geteilt werden, die so eindringlich vor der drohenden Löschung aus der Facebook-Freundesliste gewarnt werden. Regie führte Alessio Fava, der gemeinsam mit Davide Ferazza auch die Produktion des Films übernahm. fam
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